Rassenbeschreib Grossrasse

Herkunft: Aus dem alten Landhuhn der Eifel seit 1894 planmässig erzüchtet.Bedeutung:Wetterhartes Huhn mit mehrjähriger, hoher Legeleistung und guter Fleischnutzung

Gesamteindruck:
Landhuhnform mit rechteckigem Rumpf, gerader Rückenlinie, tiefer Brust und vollem Bauch sowie knapp mittel hoher Stellung, feingliedrigem Knochenbau und voller, breiter Befiederung. Lebhaft, doch zutraulich.

Rassemerkmale Hahn:
Rumpf: rechteckig, gestreckt; nur mässig abgerundet; Länge zur Tiefe im Verhältnis von 8:5, nahezu waagerechte Körperhaltung.
Hals: mittellang, stark; mit vollem Behang.
Rücken: gleichmässig breit; gerade; lang.
Schultern: breit, etwas angehoben.
Flügel: lang; geschlossen; waagerecht und anliegend getragen.
Sattel: breit; mit vollem Behang.
Schwanz: lang; breit; breite, stark gebogene, stumpf abgerundete Haupt- und zahlreiche Nebensicheln, mit deutlichem Winkel hoch, aber nicht steil getragen.
Brust: breit; voll und tief.
Bauch: voll und tief; Unterlinie mit der Rückenlinie nahezu parallel verlaufend.
Kopf: mittelgroß; abgerundet.
Gesicht: rot; mit wenigen kleinen Federchen besetzt.
Kamm: kaum mittelgroßer, fein geperlter fest aufsitzender Rosenkamm mit mittellangem, der Nackenlinie folgenden Kammdorn.
Kehllappen: klein; gerundet, von feinem Gewebe.
Ohrscheiben: rund; dick; glatt; rein weiss, in der Größe eines Ein-Euro-Stückes.
Augen: groß; lebhaft; Farbe siehe unter Farbenschlägen.
Schnabel: kräftig; farblich in Anlehnung an die jeweilige Lauffarbe.
Schenkel: kräftig, etwas sichtbar.
Zehen: mittellang, feingliedrig; gut gespreizt.
Gefieder: voll; breit, fest anliegend.

Rassemerkmale Hennen:
Körper ziemlich lang und breit mit tiefer Brust und gut entwickeltem Bauch bei waagerechter Haltung. Der Schwanz breit im Ansatz, am Ende nur wenig breiter und etwas flacher getragen als beim Hahn. Die Ohrscheiben rund, glatt und rein weiss und in der Größe eines Fünf-Cent-Stückes.

Grobe Fehler Rassemerkmale:
Zu kleiner, schmaler Körper; hohle Rückenlinie; starke Kissenbildung; flache, schmale, kielige Brust; stark abfallende Körperhaltung; zu grober Knochenbau, viel zu hoher oder zu tiefer Stand; Hängeflügel; zu flache oder zu steiler Schwanzhaltung; fehlender Schwanzwinkel; zu schmales Gefieder; federarmer  Schwanz; zu großer, grobkörniger, grober Kamm; Schwertdorn; hoch abstehender Kammdorn; zu lange oder stark faltige Kehllappen; viel zu helle Augenfarbe.

Gewichte: Hahn 2 - 2.75 kg, Henne 1.75 - 2,50 kg.

Bruteier-Mindestgewicht: 56 g.

Schalenfarbe der Eier: Weiss.

Ringgrössen: Hahn 18 mm, Henne 16 mm.

 

Schwarz

Sattes Schwarz mit grünem Glanz und dunklem Untergefieder. Augenfarbe dunkelbraun. Lauffarbe dunkelschiefergrau, bei Jungtieren fast schwarz.

Grobe Fehler:
Mattes Gefieder; Bronzeglanz: mit violetten Streifen durchsetztes Gefieder; andersfarbige Federn; Schilf.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Der grösste Teil der schwarzen Rheinländer erfüllt die Standartvorgaben. Einzelnen Hähnen ist ein deutlicherer Grünlack im Brustbereich zu wünschen. Brustfarbe des Hahnes = Mantelfarbe der Hennen. Öfter stört ein leichter Bronzeglanz bei den Hähnen, der besonders auf der Besichelung deutlich wird. Nur einem geringen Teil der Hennen fehlt in der Regel ein noch intensiverer Grünlack. Die mit der Gefiederfarbe gekoppelte Lauffarbe können bei einem größeren Teil der Hähne und Hennen dunkler sein.

Weiss

Reines Weiss; leicht gelblicher Anflug im Schmuckgefieder der Hähne gestattet. Augenfarbe kastanienbraun bis dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau.

Grobe Fehler:
Starker gelber Anflug; andersfarbige Federn.

Eräuterungen zum Zuchtstand aus Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Die farblichen Belange sind bei diesem Farbenschlag, der vor Jahren kaum noch gezeigt wurde, jetzt aber in mehreren guten Händen ist, durchweg in Ordnung, auch die Augen- und Lauffarbe. Mehrheitlich dürften die Weißen noch etwas kräftiger und gestreckter im Körper werden. Teils fehlt ihnen auch die gerade lange Rückenlinie und eine waagerechtere Körperhaltung der Hähne. Bei Letzteren dürfte die Besichelung noch breiter und fester werden.

 

 

Blau-Gesäumt

Grundfarbe ein mittleres, möglichst gleichmäßiges Taubenblau, geringe Schwankungen im Farbton gestattet.  Jede Feder mit satt dunkelblauem Saum. Beim Hahn Hals- und Sattelbehang, Rücken und Flügeldecken in Schwarzblau übergehend. Schwanz blau. Bei der Henne Halsbehang im Blau dunkel. Der Hahn erscheint im Gesamtbild dunkler als die Henne. Augenfarbe dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau bis fast schwarz.

Grobe Fehler:
Rost im Gefieder, besonders im Halsbehang zu helles Blau, russige Grundfarbe; Grünglanz, viel zu helle oder fehlende Säumung; schwarz oder weiße Federn; Schilf; Grünglanz im Schmuckgefieder.

Erläuterung zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Bedingt durch die Einkreuzungsmöglichkeiten von schwarzen Rheinländern sind Form, Stand, Schwanzpartie und Kopfpunkte durchweg typisch. Bei den Hähnen passt auch das Farbbild bis auf eine teils zu dürftige oder zu breite und auslaufende Säumung im Brustbereich. Grünlack kommt selten vor. Wie bei allen Farbenschlägen dürfte die Besichelung teils noch breiter, feste und abgerundeter im Abschluss sein. Das Farbbild mit der gewünschten klarenTrennung von Grundfarbe und Säumung ist zur Zeit noch bei zu wenigen Hennen gegeben, d.h. die Grundfarbe ist stark rußig. Es fehlt bei ihnen auch oft die geforderte klare und abgegrenzte Säumung. Bei einer weiterhin wohlwollenden Bewertung dieses spalterbigen Farbenschlags sollte eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung möglich sein.

 

 

Gesperbert

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Schwarz und Lichtblau leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile breiter als die hellen. Daher wirkt die Henne im Gesamtbild dunkler als der Hahn. Die Zeichnung ist nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet. Augenfarbe orangerot. Lauffarbe fleischfarbig mit dunklem Anflug, insbesondere bei der Henne.

Grobe Fehler:
Stark verschwommene Sperberung; fehlende Sperberung im Schwanz oder in den Schwingen; viel Weiss in den Sicheln; Rostton im Gefieder, besonders im Hals- und Sattelbehang sowie auf den Flügeldecken des Hahnes; starkes Schilf.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Auch der Kreis der Züchter dieses Farbenschlags ist klein und lässt sich derzeit an einer Hand abzählen. Auch bei den Gesperberten lassen sich alle wesentliche Rassemerkmale ständig durch das Einkreuzen wertvoller schwarzer Rheinländer ständig verbessern und festigen, weshalb sie in der Form und jetzt auch in den Kopfpunkten hohen Anforderungen entsprechen. Fehlende Substanz oder Walzenform müssen nicht mehr sein. Gleiches gilt auch für eine zu tiefe Stellung bei einem Teil der Hennen. Das Zeichnungsbild analog zu den Deutschen Sperbern, die natürlich auch eingekreuzt werden können (gleich ob Hahn oder Henne, da die Sperberung grundsätzlich dominant ist), muss sich deutlich von einer Streifung absetzen, sollte aber auch nicht zu grob werden. Der „goldene“ Mittelweg ist hier wie in vielen anderen Bereichen der richtige. Das Farbbild der Hähne erscheint mir noch etwas dunkel, wenngleich die erreichte Durchsperberung der Sicheln als großer Fortschritt einzuordern ist. Auf dem Weg zum perfekten klaren Sperberungsbild sollten wir bei den Hähnen die nach dem Standard  zulässige Lösung: „viel Weiß in den Sicheln“ ist ein grober Fehler, bis auf Weiteres akzeptieren bzw. tolerieren. Augen- und Lauffarbe entsprechen in der Regel den Vorgaben, eine ins Graugrüne abdriftende Augenfarbe ist fehlerhaft.

 

 

Rebhuhnhalsig (Rebhuhnfabig)

Hahn: Kopf  dunkelgoldfarbig, Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzen Schaftstrichen, welche den Saum nicht durchstossen dürfen. Sattelbehang rotgoldfarbig, möglichst mit Schaftstrichen. Rücken, Schultern und Flügeldecken satt rotgoldfarbig. Binden grünglänzend schwarz. Handschwingen schwarz mit schmalem braunen Außensaum. Armschwingen Innenfahne schwarz, Aussenfahne braun, das Flügeldreieck bildend. Brust, Schenkel und Bauch schwarz, Schwanz schwarz mit grünem Glanz.

Henne: Kopf dunkelgoldfarbig. Halsbehang dunkelgoldfarbig mit breiten schwarzen Schaftstrichen, den Saum nicht durchstossend. Rücken, Schulter und Flügeldecken braungrau mit möglichst gleichmäßiger schwarzer Rieselung und scharf hervortretenden hellen Federkielen. Brust lachsrot, zum Bauch hin grauer werdend. Schwingen und Schwanz braunschwarz gerieselt, gegen das Federende dunkler werdend.Untergefieder aschgrau. Augenfarbe mittel- bis dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau.

Grobe Fehler:
Hahn: Zu braune oder strohige Behänge; stark durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang; russiger Halskragen; stark absetzende Halsfarbe; braun in der Brust-, Bauch- und Schenkelgefieder, Schilf.
Henne: stark durchstossende Schaftstriche im Halsbehang; zu helle Grundfarbe; starke Flitterbildung oder fehlende Kielzeichnung im Mantelgefieder; zusammengeballte oder bänderartige Rieselung auf den Flügeldecken, viel Rost auf den Flügeldecken, starke schwarze Einlagerungen im Brustgefieder; Schilf. Bei Hahn und Henne fehlendes Braun in der Augenfarbe.

Erläuterung zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Die klaren farblichen Vorgaben auf der Grundlage der rebhuhnfarbigen Italiener sind nicht so einfach auf die markante Rheinländerform zu übertragen. Stimmt das Farbbild, fehlt nicht selten die nötige Körperlänge, - breite und – tiefe nebst der ausgeprägten Brustpartie. Ist die markante Form mit den passenden Kopfpunkten da, fehlt es an den farblichen Feinheiten und hier besonders an der gleichmäßigen und intensiven Rieselung auf den Decken bei den Hennen. Statt der Rieselung haben wir teils noch zu grosse Rostfelder oder eine zusammengeballte bis bänderartige Rieselung. Diesem Übel ist zwar durch entsprechende Einkreuzung von Fremdrassen bei zu kommen, doch wie sehen dann die Auswirkungen auf die Form und die Kopfpunkte aus? Ich kann mir vorstellen, dass zur Zeit über eine strenge Selektion des vorhandenen Materials ein weiterer großer Fortschritt möglich ist. Unter dieser Massnahme verstehe ich die Bildung von kleinen bis kleinsten (1,1 bis 1,2) Zuchtstämmen mit Hähnen, bei denen der ja verdeckte Wert von Rieselung und Kielzeichnung über einen gewissenhaften Nachweis dieser notwendigen farblichen Eigenschaften bei der jeweiligen Mutter gegeben sein muss! Soweit ein kleiner Ausflug in die züchterische Arbeit.Eine begrenzte Aufzählung der Wünsche und Mängel bei unseren Rebhuhnhalsigen auf den jüngsten Ausstellungen bestätigt aus meiner Sicht die angesprochenen züchterischen Maßnahmen: Noch zu vielen Hähnen mangelt es an der geforderten fast waagerechten Körperhaltung in Verbindung mit der notwendigen Brusttiefe. Verantwortlich hierfür ist sicherlich auch ihr Temperament. Einem Teil der Hähne fehlt auch noch die nötige Körperlänge und – Tiefe. Auf typische Kopfpunkte mit kaum mittelgroßem und fein geperltem Kamm, dessen Dorn der Nackenlinie folgt und nicht zu grossen und glatten Kehllappen ist weiter hin zu arbeiten. Das Farbbild der Hähne ist grundsätzlich einheitlicher geworden. Strohige Halsbehänge und auffällige Schenkelzeichnung stören nur noch selten. Nur ein geringer Teil ist in der Grundfarbe noch zu hell oder aber auch zu dunkel. Die weiteren verdeckten farblichen Eigenschaften kann der Züchter nur über entsprechende Aufzeichnungen beeinflussen. Wie schon erwähnt, ist die farbliche Weiterentwicklung der Rebhuhnhalsigen wesentlich von der Einordnung der sichtbaren Eigenschaften bei den Zuchthennen abhängig. Hierzu ist festzustellen, dass bei einem Teil der in den vergangenen Jahren gezeigten Hennen die Grundfarbe im Rücken, auf den Schultern und den Flügeldecken noch satter sein dürfen – braun/grau und nicht dunkelgold/grau. Nur wenige bzw. sind zu dunkel – dunkelbraun/schwarzgrau. Letztere sind für die Zucht möglicherweise nicht wertlos. Das auffälligste Farbproblem haben wir mit der geforderten gleichmäßigen Rieselung auf den Schultern und Flügeldecken der Hennen. In den noch öfter anzutreffenden stark rostigen Flächen fehlt sie in der Regel ganz. Das unerwünschte Gegenteil ist eine zusammengeballte Rieselung bis hin zur Bänderung. Auf dem eingeschlagenen Weg zur weiteren Verbesserung und Festigung dieses anspruchsvollen Farbspiels sollte auch die Forderung nach den markanten hellen Federkielen über die Auswahl des Zuchthahnes eine stärkere Beachtung finden. Abschliessend noch der Hinweis auf die verlangte mittel- bis dunkelbraune Augenfarbe bei den Rebhuhnhalsigen. Hier lässt der Zuchtstand keine Zugeständnisse mehr zu.

Blau-Rebhuhnhalsig

Hahn: Zeichnung wie beim Rebhuhnhalsigen Hahn, doch Blau an Stelle von Schwarz. Kopf orangerot. Halsbehang goldig, die Spitzen etwas dunkler, mit rein blauen Schaftstrichen, die den Saum leicht durchbrechen dürfen. Schulterdecken und Rücken goldrot. Sattelbehang goldig mit blauen Schaftstrichen. Über den Behängen und Decken liegt eine feine Goldtönung. Flügeldecken mit rein blauer Binde. Handschwingen blau mit schmalen, braunen Außensäumung. Armschwingen blau Innenfahne und Spitzen, die beim zusammengelegten Flügel allein sichtbare Außenfahne ist braun und bildet das Flügeldreieck. Brust, Schenkel und Schwanz rein blau.

Henne: Kopf und Halsbehang goldig, letzterer mit rein blauen Schaftstrichen, die den Saum leicht durchbrechen dürfen. Brust lachsfarbig. Das übrige Gefieder möglichst rein blau.

Grobe Fehler:
Hahn: Gold gesäumte Brust, Bauch und Schenkel; rußiges Blau; grob durchstoßende Schaftstriche mit starkem blauem Außensaum am Federende (Russkragen).
Henne: Grob durchstoßende Schaftstriche mit starkem blauem Außensaum am Federende (Russkragen); unreines, russiges oder stark rostiges Blau.

orangehalsig

Hahn: Kopf hell orange. Halsbehang strohgelb bis hell orange mit schwarz melierten Schaftstrichen. Sattelbehang strohgelb bis hell orange mit mehr oder weniger ausgeprägter Schaftstrichzeichnung. Rücken glänzend mittelkastanienbraun. Schultern und Flügeldecken rotorange bis goldrot. Flügelbinden breit und schwarz mit grünem Glanz. Handschwingen schwarz mit schmalem, gelblichweissem Aussenrand. Armschwingen-Aussenfahnen gelblich weiss, Innenfahnen und Spitzen schwarz, dazwischen brauner Überlauf gestattet, sodass das Flügeldreieck gelblich weiss erscheint. Braust, Bauch, Schenkel und Hinterteil schwarz. Schwanz schwarz mit grün glänzenden Sicheln

Henne: Kopf strohgelb bis hell orange. Halsbehang strohgelb bis hell orange mit schwarzen bis grau melierten Schaftstrichen. Mantelgefieder gräulich hellbraun mit feiner, schwärzlicher Rieselung und wachsgelben Federkielen. Brust lachsfarbig. Bauch und Hinterteil gelblich aschgrau. Armschwingen innen überwiegend schwarz, aussen in Anlehnung an das Mantelgefieder. Handschwingen schwarz mit schmalem, bräunlichem Aussenrand. Schwanz schwarz, Schwanzdeckfedern hell graubraun meliert.

 

Lauffarbe schiefergrau.

Grobe Fehler:
Hahn: u heller oder zu dunkler Hals- und Sattelbehang; Zeichnung auf Brust und Schenkeln; fehlende oder durchstossende Schaftstriche im Hals- und Sattelbehang; starkes Violett auf Binden und Besichelung; Schilf.
Henne: Zu dunkler, goldfarbiger Halsbehang; zu dunkle oder stark ungleichmässige Grundfarbe; fehlende oder durchstossende Schaftstriche im Halsbehang; zu grobe bänderungsartige Rieselung; breite Säumung oder Flitterbildung; viel Rost im Mantelgefieder; zu helle oder grau durchsetzte Brustfarbe; starkes Schilf.

 

Silberhalsig

Hahn: Kopf weiss. Halsbehang silberweiss mit schwarz melierten Schaftstrichen. Sattelbehang silberweiß mit mehr oder weniger Schaftstrich Zeichnung. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiss. Flügeldecken grün glänzend schwarz. Handschwingen schwarz mit schmalen weißen Aussenrand. Armschwingen Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß, sodass das Flügeldreieck weiss erscheint. Brust, Bauch und Schenkel rein schwarz. Schwanz schwarz mit grün glänzenden Sicheln.

Henne: Kopf silberweiss. Halsbehang silberweiss mit schwarzen Schaftstrichen. Mantelgefieder aschgrau mit feiner, schwarz Rieselung und weisser Nervzeichnung. Brust lachsfarbig. Bauch und Schenkel aschgrau. Schwanz schwarzgrau meliert. Augenfarbe mittel- bis dunkelbraun.

Grobe Fehler:
Hahn: starker gelber Anflug; durchstoßender Schaftstriche im Halsbehang; weisse Zeichnung auf Brust und Schenkel; rote oder braune Federn; Schilf.
Henne: fehlende oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang; zu helles oder zu bräunliches Mantelgefieder; zu blasse Brustfarbe; Flitterbildung; fehlende Nervzeichnung; grobe, zusammengebalte oder bänderungsartige Rieselung auf den Flügeldecken; viel Rost; braunes Kopfgefieder.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Zunächst muss mit grosser Freude festgestellt werden, dass dieser jüngste Farbenschlag der Rheinländer wieder regelmäßig auf unseren Sonderschauen von engagierten Züchtern gezeigt wird. Obwohl die Vorfahren unserer Rheinländer nach den Aufzeichnungen von Dr.von Langen auch silberhalsige Eifeler waren, hat dieser jüngste Farbenschlag, den wir dem in Sachen „Rheinländerzucht“ unermüdlichen Adam Lutz aus Lampertheim verdanken, immer nur ein bescheidenes Dasein geführt und war über viele Jahre auf unseren Schauen nur selten vertreten. Inzwischen haben auch die Silberhalsigen einen festen, wenn auch nur kleinen Züchterkreis teils als zusätzlichen Farbenschlag. Auf der 9. Gemeinsamen Hauptsonderschau des SV der Züchter des Rheinländer-Huhnes und des SV der Züchter des Zwerg-Rheinländer-Huhnes in Unna Königsbronn 2000 zeigten 8 Aussteller 16,30 Silberhalsige in achtbarer Qualität. Obwohl die farblichen Belange durch das Einkreuzen von rebhuhnhalsigen Rheinländern relativ problemlos zu erzielen sind – Silber ist dominant über Gold (rebhuhnhalsig), gibt es bei der Form und Körperhaltung noch erhebliche Defizite. Die Hähne demonstrieren durchweg eine starke abfallende und damit untypische Körperhaltung in Verbindung mit fehlender Brusttiefe (zwangsläufig). Deutlich länger muss bei der Mehrzahl auch der Rücken werden. Den Hennen fehlt neben einer noch waagerechteren Körperhaltung vor allen Dingen die markante Körperfülle – Länge und Tiefe. Von wirklich wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Hennen in den vergangenen 2 – 3 Jahrzehnten (vorher wurden sie nur selten gezeigt) durchweg zu leicht bis viel zu leicht. Aus meiner Sicht könnte die Formverbesserung, wovon nach meiner festen Überzeugung auch der weitere Fortbestand abhängen wird, durch das Einkreuzen von markanten (falls vorhanden) Rebhuhnhalsigen erreicht werden. Die damit zunächst verbundenen farblichen Beeinträchtigungen mit einem leicht gelben Anflug bei den Hähnen im geforderten Silberweiss, etwas Rost auf den Decken bei den Hennen in Verbindung mit einem leichten bräunlichen Gefieder über den Augen sind in jedem Fall zu rechtfertigen – zumal diese „Störungen“ in 2-3 Jahren nach eigenen Erfahrungen bei entsprechender Selektion überwunden werden können. Da die farblichen Vorgaben mit den Rebhuhnhalsigen bis auf den Unterschied (silber für gold) identisch sind, ergeben sich bei der notwendigen züchterischen Arbeit ansonsten die gleichen Ansätze.

 

Weiss-Schwarzcolumbia (hell)

Hahn:  Kopf  weiss, Halsbehang silberweiß mit schwarzen, grün glänzenden Schaftstrichen, die nicht bis zur Spitze auslaufen dürfen, die Zeichnung fast bis zum Kopf hinaufreichend und vorn geschlossen (Kragenschluss). Unter dem Halsbehang auf dem Oberrücken schwarze Tropfenzeichnung.Schwanz rein schwarz mit grünlichem Glanz, Deckfeder und kleine Sicheln weissgesäumt. Sattel möglichst ohne Schaftstichzeichnung. Handschwingen schwarz mit weiss gesäumter Aussenfahne. Armschwingen- Innenfahne schwarz, Aussenfahne weiss, das weisse Flügeldreieck bildend. Das übrige Gefieder rein silberweiss. Untergefieder blaugrau.
Henne:  Zeichnung wie beim Hahn. Schaftstriche entsprechend der anders geformten Feder breiter. Rücken und Sattel rein weiß. Schwanzdeckferdern schwarz mit scharfer, weisser Säumung.

Grobe Fehler:
Stark durchstossende Schaftstriche in den Halsbehangfedern (schwarzer Kragen); starker Doppelsaum bei den Hähnen; bräunliche Sprenkelung und schwarze Federn im Rücken; stark bräunliche Tönung der Schaftstriche und Schwanzdecken sowie im untergefieder; fast weiße Schwingen; viel Weiaa in den Hauptsicheln, besonders bei Junghähnen; fehlende Zeichnung der Schwanzdeckfedern bei Hennen; stark gelber Anflug im Deckengefieder; gänzliches Fehlen des Farbstoffes im Untergefieder.

Rassenbeschrieb Zwergrasse

Herkunft: Deutschland

In der Schweiz: seit Mitte des 20. Jahrhunderts

Bruteier: Mindestgewicht 35g, weiss

Ringgrösse: Hahn: VII  Henne: VIII

B. Typ und Zuchtziel

Zwerghuhn in Landhuhnform mit gedrungenem, kastenförmigem Körper. Lebhaft, doch zutraulich. In allen wesentlichen Punkten der Grossrasse entsprechend.

C. Standard

1. Gesamterscheinung

a) Form

Rumpf: kastenförmig

Kopf: mittelgross, Rosenkamm

Hals: stark, mit vollem Behang

Schultern: breit

Rücken: gerade, breit flach, mittellang

Schwanz: lang, breit, stark gebogene, breite Sicheln mit vielen Nebensicheln. Die Hauptsicheln sind gut gerundet. Der Hennenschwanz ist ziemlich breit, gleich breit an der Basis wie am Ende.

Brust: breit, voll und tief

Bauch: voll, Bauchlinie mit der Rückenlinie gleichlaufend

Hinterpartie: sehr gut entwickelt

Schenkel: kurz, nur sehr wenig sichtbar

Ausschlussfehler: kurzer, schmaler oder ausgerundeter Rücken

b) Grösse: mittelgross

c) Haltung

Rücken: waagrecht

Flügel: angezogen getragen

Schwanz: mittelhoch getragen

Brust: tief getragen

d ) Stellung: mittelhoch

2. Gewicht: Hahn 0.8-1.0 kg Henne 0.7 - 0.9 kg

Ausschlussgewicht: Hahn unter 0.7 kg oder über 1.1 kg

Henne unter 0.6 kg oder über 1.0 kg

3. Konstitution, Leistungsmerkmale

a) Muskulatur: ausgeprägt

b) Pigmentierung: stark ausgeprägt

c) Haut: weich, weisslich

d) Hinterpartie: sehr voll und gut entwickelt

4. Knochenbau: fein

5. Kopf

a) Form: mittelgross

b) Schnabel: kräftig, schwarz

c) Augen: gross, dunkelbraun, nicht schwarz

d) Kamm: kleiner, fest aufgesetzter Rosenkamm, der den Schädel seitlich nicht überragt, feine, aber deutliche Perlung, der kurze Dorn folgt dem Nacken, ohne aufzuliegen.

e) Kehllappen: klein, rot

f) Gesicht: unbefiedert, rot

g) Ohrscheiben: klein, rundlich und glatt, weiss

6. Läufe und Füsse

a) Bau: mittellang, feinknochig, unbefiedert, 4 Zehen

b) Farbe: schieferblau bis schwarz

7. Gefieder

a) Form und Beschaffenheit: breite Federn, anliegend, Sicheln breit, gut gebogen

b) Farbe: Obergefieder grünglänzend schwarz, Untergefieder grauschwarz

8. Kondition, Gesundheit und Pflege

siehe Erläuterung zu Bewertungsskala

Weitere Farbenschläge

Weiss

5.b) Schnabel: hellblau

6.b) Farbe: hellblau

7.b) Farbe und Zeichnung: bei beiden Geschlechtern Ober- und Untergefieder reinweiss

Blau-gesäumt

5.b) Schnabel: schieferblau bis schwarz

6.b) Farbe: schieferblau bis schwarz

7.b) Farbe und Zeichnung: Grundfarbe ein lichtes Blau, jede Feder schwarz gesäumt, Hals- und Sattelbehang des Hahnes in Blauschwarz übergehend, Schwanz blau, der Brustfarbe entsprechend. Untergefieder heller.

Gesperbert

5.b) Schnabel: hornfarbig

6.b) Farbe: blau

7.b) Farbe und Zeichnung: jede Feder in mehrfachem Wechsel von Schwarz bis Lichtblau leicht bogig quer gebändert, Beim Hahn in gleicher Breite, bei der Henne sind die dunklern Federteile etwas breiter als die hellen. Die Zeichnung ist nicht scharf. Untergefieder nur schwach, aber bis auf den Grund gezeichnet.

Rebhuhnfarbig

5.b) Schnabel: dunkelhornfarbig

5.c) Augen: dunkelrot bis braun

6.b) Farbe: schieferblau bis schwarz

7.b) Farbe und Zeichnung: Hahn: Kopf dunkelgoldfarbig, Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzem Schaftstrich, der den Saum nicht durchbrechen darf; Schulterdecken und Rücken rotgoldig, Sattelgefieder rotgoldfarbig möglichst mit Schaftstrich; Binden schwarzgrün glänzend; Handschwingen schwarz mit schmalen, braunen Aussensäumen; Armschwingen schwarz mit schmalen, braunen Aussensäumen. Armschwingen schwarze Innenfahne und Spitze, aussen braun., das Dreieck bildend. Brust, Schenkel und Schwanz schwarz mit grünem Glanz. Henne: Kopf dunkelgoldfarbig, Halsbehang dunkelgoldfarbig, die einzelnen Federn mit breitem, schwarzem Schaftstrich, der den Saum nicht durchbrechen darf. Rücken, Schultern und Flügeldecken braungrau mit möglichst gleichmässiger schwarzer Rieselung und scharf hervortretendem , hellem Federkiel,. Brust rostrot gegen den Bauch hin grau werdend, Schwingen und Schwanz schwarzbraun.

Schwarz

Sattes Schwarz mit grünem Glanz und dunklem Untergefieder. Augenfarbe dunkelbraun. Lauffarbe dunkelschiefergrau, bei Jungtieren fast schwarz.

Grobe Fehler:
Mattes Gefieder; Bronzeglanz: mit violetten Streifen durchsetztes Gefieder; andersfarbige Federn; Schilf.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Der grösste Teil der schwarzen Rheinländer erfüllt die Standartvorgaben. Einzelnen Hähnen ist ein deutlicherer Grünlack im Brustbereich zu wünschen. Brustfarbe des Hahnes = Mantelfarbe der Hennen. Öfter stört ein leichter Bronzeglanz bei den Hähnen, der besonders auf der Besichelung deutlich wird. Nur einem geringen Teil der Hennen fehlt in der Regel ein noch intensiverer Grünlack. Die mit der Gefiederfarbe gekoppelte Lauffarbe können bei einem größeren Teil der Hähne und Hennen dunkler sein.

 

Weiss

Reines Weiss; leicht gelblicher Anflug im Schmuckgefieder der Hähne gestattet. Augenfarbe kastanienbraun bis dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau.

Grobe Fehler:
Starker gelber Anflug; andersfarbige Federn.

äuterungen zum Zuchtstand aus Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Die farblichen Belange sind bei diesem Farbenschlag, der vor Jahren kaum noch gezeigt wurde, jetzt aber in mehreren guten Händen ist, durchweg in Ordnung, auch die Augen- und Lauffarbe. Mehrheitlich dürften die Weißen noch etwas kräftiger und gestreckter im Körper werden. Teils fehlt ihnen auch die gerade lange Rückenlinie und eine waagerechtere Körperhaltung der Hähne. Bei Letzteren dürfte die Besichelung noch breiter und fester werden.

Blau-Gesäumt

Grundfarbe ein mittleres, möglichst gleichmäßiges Taubenblau, geringe Schwankungen im Farbton gestattet.  Jede Feder mit satt dunkelblauem Saum. Beim Hahn Hals- und Sattelbehang, Rücken und Flügeldecken in Schwarzblau übergehend. Schwanz blau. Bei der Henne Halsbehang im Blau dunkel. Der Hahn erscheint im Gesamtbild dunkler als die Henne. Augenfarbe dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau bis fast schwarz.

Grobe Fehler:
Rost im Gefieder, besonders im Halsbehang zu helles Blau, russige Grundfarbe; Grünglanz, viel zu helle oder fehlende Säumung; schwarz oder weiße Federn; Schilf; Grünglanz im Schmuckgefieder.

Erläuterung zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Bedingt durch die Einkreuzungsmöglichkeiten von schwarzen Rheinländern sind Form, Stand, Schwanzpartie und Kopfpunkte durchweg typisch. Bei den Hähnen passt auch das Farbbild bis auf eine teils zu dürftige oder zu breite und auslaufende Säumung im Brustbereich. Grünlack kommt selten vor. Wie bei allen Farbenschlägen dürfte die Besichelung teils noch breiter, feste und abgerundeter im Abschluss sein. Das Farbbild mit der gewünschten klarenTrennung von Grundfarbe und Säumung ist zur Zeit noch bei zu wenigen Hennen gegeben, d.h. die Grundfarbe ist stark rußig. Es fehlt bei ihnen auch oft die geforderte klare und abgegrenzte Säumung. Bei einer weiterhin wohlwollenden Bewertung dieses spalterbigen Farbenschlags sollte eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung möglich sein.

 

Gesperbert

Jede Feder in mehrfachem Wechsel von Schwarz und Lichtblau leicht bogig quer gesperbert. Beim Hahn in gleicher Breite; bei der Henne sind die dunklen Federteile breiter als die hellen. Daher wirkt die Henne im Gesamtbild dunkler als der Hahn. Die Zeichnung ist nicht scharf, das Untergefieder nur schwach gezeichnet. Augenfarbe orangerot. Lauffarbe fleischfarbig mit dunklem Anflug, insbesondere bei der Henne.

Grobe Fehler:
Stark verschwommene Sperberung; fehlende Sperberung im Schwanz oder in den Schwingen; viel Weiss in den Sicheln; Rostton im Gefieder, besonders im Hals- und Sattelbehang sowie auf den Flügeldecken des Hahnes; starkes Schilf.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Auch der Kreis der Züchter dieses Farbenschlags ist klein und lässt sich derzeit an einer Hand abzählen. Auch bei den Gesperberten lassen sich alle wesentliche Rassemerkmale ständig durch das Einkreuzen wertvoller schwarzer Rheinländer ständig verbessern und festigen, weshalb sie in der Form und jetzt auch in den Kopfpunkten hohen Anforderungen entsprechen. Fehlende Substanz oder Walzenform müssen nicht mehr sein. Gleiches gilt auch für eine zu tiefe Stellung bei einem Teil der Hennen. Das Zeichnungsbild analog zu den Deutschen Sperbern, die natürlich auch eingekreuzt werden können (gleich ob Hahn oder Henne, da die Sperberung grundsätzlich dominant ist), muss sich deutlich von einer Streifung absetzen, sollte aber auch nicht zu grob werden. Der „goldene“ Mittelweg ist hier wie in vielen anderen Bereichen der richtige. Das Farbbild der Hähne erscheint mir noch etwas dunkel, wenngleich die erreichte Durchsperberung der Sicheln als großer Fortschritt einzuordern ist. Auf dem Weg zum perfekten klaren Sperberungsbild sollten wir bei den Hähnen die nach dem Standard  zulässige Lösung: „viel Weiß in den Sicheln“ ist ein grober Fehler, bis auf Weiteres akzeptieren bzw. tolerieren. Augen- und Lauffarbe entsprechen in der Regel den Vorgaben, eine ins Graugrüne abdriftende Augenfarbe ist fehlerhaft.

 

 

Rebhuhnhalsig (Rebhuhnfabig)

Hahn: Kopf  dunkelgoldfarbig, Halsbehang dunkelgoldfarbig mit schwarzen Schaftstrichen, welche den Saum nicht durchstossen dürfen. Sattelbehang rotgoldfarbig, möglichst mit Schaftstrichen. Rücken, Schultern und Flügeldecken satt rotgoldfarbig. Binden grünglänzend schwarz. Handschwingen schwarz mit schmalem braunen Außensaum. Armschwingen Innenfahne schwarz, Aussenfahne braun, das Flügeldreieck bildend. Brust, Schenkel und Bauch schwarz, Schwanz schwarz mit grünem Glanz.

Henne: Kopf dunkelgoldfarbig. Halsbehang dunkelgoldfarbig mit breiten schwarzen Schaftstrichen, den Saum nicht durchstossend. Rücken, Schulter und Flügeldecken braungrau mit möglichst gleichmäßiger schwarzer Rieselung und scharf hervortretenden hellen Federkielen. Brust lachsrot, zum Bauch hin grauer werdend. Schwingen und Schwanz braunschwarz gerieselt, gegen das Federende dunkler werdend.Untergefieder aschgrau. Augenfarbe mittel- bis dunkelbraun. Lauffarbe schiefergrau.

Grobe Fehler:
Hahn: Zu braune oder strohige Behänge; stark durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang; russiger Halskragen; stark absetzende Halsfarbe; braun in der Brust-, Bauch- und Schenkelgefieder, Schilf.
Henne: stark durchstossende Schaftstriche im Halsbehang; zu helle Grundfarbe; starke Flitterbildung oder fehlende Kielzeichnung im Mantelgefieder; zusammengeballte oder bänderartige Rieselung auf den Flügeldecken, viel Rost auf den Flügeldecken, starke schwarze Einlagerungen im Brustgefieder; Schilf. Bei Hahn und Henne fehlendes Braun in der Augenfarbe.

Erläuterung zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwarts:
Die klaren farblichen Vorgaben auf der Grundlage der rebhuhnfarbigen Italiener sind nicht so einfach auf die markante Rheinländerform zu übertragen. Stimmt das Farbbild, fehlt nicht selten die nötige Körperlänge, - breite und – tiefe nebst der ausgeprägten Brustpartie. Ist die markante Form mit den passenden Kopfpunkten da, fehlt es an den farblichen Feinheiten und hier besonders an der gleichmäßigen und intensiven Rieselung auf den Decken bei den Hennen. Statt der Rieselung haben wir teils noch zu grosse Rostfelder oder eine zusammengeballte bis bänderartige Rieselung. Diesem Übel ist zwar durch entsprechende Einkreuzung von Fremdrassen bei zu kommen, doch wie sehen dann die Auswirkungen auf die Form und die Kopfpunkte aus? Ich kann mir vorstellen, dass zur Zeit über eine strenge Selektion des vorhandenen Materials ein weiterer großer Fortschritt möglich ist. Unter dieser Massnahme verstehe ich die Bildung von kleinen bis kleinsten (1,1 bis 1,2) Zuchtstämmen mit Hähnen, bei denen der ja verdeckte Wert von Rieselung und Kielzeichnung über einen gewissenhaften Nachweis dieser notwendigen farblichen Eigenschaften bei der jeweiligen Mutter gegeben sein muss! Soweit ein kleiner Ausflug in die züchterische Arbeit.Eine begrenzte Aufzählung der Wünsche und Mängel bei unseren Rebhuhnhalsigen auf den jüngsten Ausstellungen bestätigt aus meiner Sicht die angesprochenen züchterischen Maßnahmen: Noch zu vielen Hähnen mangelt es an der geforderten fast waagerechten Körperhaltung in Verbindung mit der notwendigen Brusttiefe. Verantwortlich hierfür ist sicherlich auch ihr Temperament. Einem Teil der Hähne fehlt auch noch die nötige Körperlänge und – Tiefe. Auf typische Kopfpunkte mit kaum mittelgroßem und fein geperltem Kamm, dessen Dorn der Nackenlinie folgt und nicht zu grossen und glatten Kehllappen ist weiter hin zu arbeiten. Das Farbbild der Hähne ist grundsätzlich einheitlicher geworden. Strohige Halsbehänge und auffällige Schenkelzeichnung stören nur noch selten. Nur ein geringer Teil ist in der Grundfarbe noch zu hell oder aber auch zu dunkel. Die weiteren verdeckten farblichen Eigenschaften kann der Züchter nur über entsprechende Aufzeichnungen beeinflussen. Wie schon erwähnt, ist die farbliche Weiterentwicklung der Rebhuhnhalsigen wesentlich von der Einordnung der sichtbaren Eigenschaften bei den Zuchthennen abhängig. Hierzu ist festzustellen, dass bei einem Teil der in den vergangenen Jahren gezeigten Hennen die Grundfarbe im Rücken, auf den Schultern und den Flügeldecken noch satter sein dürfen – braun/grau und nicht dunkelgold/grau. Nur wenige bzw. sind zu dunkel – dunkelbraun/schwarzgrau. Letztere sind für die Zucht möglicherweise nicht wertlos. Das auffälligste Farbproblem haben wir mit der geforderten gleichmäßigen Rieselung auf den Schultern und Flügeldecken der Hennen. In den noch öfter anzutreffenden stark rostigen Flächen fehlt sie in der Regel ganz. Das unerwünschte Gegenteil ist eine zusammengeballte Rieselung bis hin zur Bänderung. Auf dem eingeschlagenen Weg zur weiteren Verbesserung und Festigung dieses anspruchsvollen Farbspiels sollte auch die Forderung nach den markanten hellen Federkielen über die Auswahl des Zuchthahnes eine stärkere Beachtung finden. Abschliessend noch der Hinweis auf die verlangte mittel- bis dunkelbraune Augenfarbe bei den Rebhuhnhalsigen. Hier lässt der Zuchtstand keine Zugeständnisse mehr zu.

 

 

Blau-Rebhuhnhalsig

Hahn: Zeichnung wie beim Rebhuhnhalsigen Hahn, doch Blau an Stelle von Schwarz. Kopf orangerot. Halsbehang goldig, die Spitzen etwas dunkler, mit rein blauen Schaftstrichen, die den Saum leicht durchbrechen dürfen. Schulterdecken und Rücken goldrot. Sattelbehang goldig mit blauen Schaftstrichen. Über den Behängen und Decken liegt eine feine Goldtönung. Flügeldecken mit rein blauer Binde. Handschwingen blau mit schmalen, braunen Außensäumung. Armschwingen blau Innenfahne und Spitzen, die beim zusammengelegten Flügel allein sichtbare Außenfahne ist braun und bildet das Flügeldreieck. Brust, Schenkel und Schwanz rein blau.

Henne: Kopf und Halsbehang goldig, letzterer mit rein blauen Schaftstrichen, die den Saum leicht durchbrechen dürfen. Brust lachsfarbig. Das übrige Gefieder möglichst rein blau.

Grobe Fehler:
Hahn: Gold gesäumte Brust, Bauch und Schenkel; rußiges Blau; grob durchstoßende Schaftstriche mit starkem blauem Außensaum am Federende (Russkragen).
Henne: Grob durchstoßende Schaftstriche mit starkem blauem Außensaum am Federende (Russkragen); unreines, russiges oder stark rostiges Blau.

 

Silberhalsig

Hahn: Kopf weiss. Halsbehang silberweiss mit schwarz melierten Schaftstrichen. Sattelbehang silberweiß mit mehr oder weniger Schaftstrich Zeichnung. Rücken, Schultern und Flügeldecken silberweiss. Flügeldecken grün glänzend schwarz. Handschwingen schwarz mit schmalen weißen Aussenrand. Armschwingen Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß, sodass das Flügeldreieck weiss erscheint. Brust, Bauch und Schenkel rein schwarz. Schwanz schwarz mit grün glänzenden Sicheln.

Henne: Kopf silberweiss. Halsbehang silberweiss mit schwarzen Schaftstrichen. Mantelgefieder aschgrau mit feiner, schwarz Rieselung und weisser Nervzeichnung. Brust lachsfarbig. Bauch und Schenkel aschgrau. Schwanz schwarzgrau meliert. Augenfarbe mittel- bis dunkelbraun.

Grobe Fehler:
Hahn: starker gelber Anflug; durchstoßender Schaftstriche im Halsbehang; weisse Zeichnung auf Brust und Schenkel; rote oder braune Federn; Schilf.
Henne: fehlende oder durchstoßende Schaftstriche im Halsbehang; zu helles oder zu bräunliches Mantelgefieder; zu blasse Brustfarbe; Flitterbildung; fehlende Nervzeichnung; grobe, zusammengebalte oder bänderungsartige Rieselung auf den Flügeldecken; viel Rost; braunes Kopfgefieder.

Erläuterungen zum Zuchtstand aus der Sicht des deutschen Zuchtwartes:
Zunächst muss mit grosser Freude festgestellt werden, dass dieser jüngste Farbenschlag der Rheinländer wieder regelmäßig auf unseren Sonderschauen von engagierten Züchtern gezeigt wird. Obwohl die Vorfahren unserer Rheinländer nach den Aufzeichnungen von Dr.von Langen auch silberhalsige Eifeler waren, hat dieser jüngste Farbenschlag, den wir dem in Sachen „Rheinländerzucht“ unermüdlichen Adam Lutz aus Lampertheim verdanken, immer nur ein bescheidenes Dasein geführt und war über viele Jahre auf unseren Schauen nur selten vertreten. Inzwischen haben auch die Silberhalsigen einen festen, wenn auch nur kleinen Züchterkreis teils als zusätzlichen Farbenschlag. Auf der 9. Gemeinsamen Hauptsonderschau des SV der Züchter des Rheinländer-Huhnes und des SV der Züchter des Zwerg-Rheinländer-Huhnes in Unna Königsbronn 2000 zeigten 8 Aussteller 16,30 Silberhalsige in achtbarer Qualität. Obwohl die farblichen Belange durch das Einkreuzen von rebhuhnhalsigen Rheinländern relativ problemlos zu erzielen sind – Silber ist dominant über Gold (rebhuhnhalsig), gibt es bei der Form und Körperhaltung noch erhebliche Defizite. Die Hähne demonstrieren durchweg eine starke abfallende und damit untypische Körperhaltung in Verbindung mit fehlender Brusttiefe (zwangsläufig). Deutlich länger muss bei der Mehrzahl auch der Rücken werden. Den Hennen fehlt neben einer noch waagerechteren Körperhaltung vor allen Dingen die markante Körperfülle – Länge und Tiefe. Von wirklich wenigen Ausnahmen abgesehen, waren die Hennen in den vergangenen 2 – 3 Jahrzehnten (vorher wurden sie nur selten gezeigt) durchweg zu leicht bis viel zu leicht. Aus meiner Sicht könnte die Formverbesserung, wovon nach meiner festen Überzeugung auch der weitere Fortbestand abhängen wird, durch das Einkreuzen von markanten (falls vorhanden) Rebhuhnhalsigen erreicht werden. Die damit zunächst verbundenen farblichen Beeinträchtigungen mit einem leicht gelben Anflug bei den Hähnen im geforderten Silberweiss, etwas Rost auf den Decken bei den Hennen in Verbindung mit einem leichten bräunlichen Gefieder über den Augen sind in jedem Fall zu rechtfertigen – zumal diese „Störungen“ in 2-3 Jahren nach eigenen Erfahrungen bei entsprechender Selektion überwunden werden können. Da die farblichen Vorgaben mit den Rebhuhnhalsigen bis auf den Unterschied (silber für gold) identisch sind, ergeben sich bei der notwendigen züchterischen Arbeit ansonsten die gleichen Ansätze.

 

Kennfarbig

Hahn: Brust, Bauch, Handschwingen und Schwanz grau gesperbert. Hals- und Sattelbehang statt goldorange, mit grauen Schaftstrichen und weisslicher Quersperberung. Rücken, Schultern und Flügeldecken goldrot mit angedeuteter Sperberung. Armschwingen-Innenfahne grau, Aussenfahne grau-weiss-gelb gewellt, bei geschlossenem Flügel ein dreifarbiges Flügeldreieck bildend.

Henne: Halsbehang goldfarbig mit dunkelgrauen Schaftstrichen und grauweisser Quersperberung. Im Mantelgefieder auf graubrauner Grundfarbe mit schwarzer Rieselung und gelbem Federkiel matt schiefergrau gesperbert; etwas Rost im unteren Teil der Flügel gestattet. Brust lachsfarbig. Handschwingen und Schwanz dunkel graubraun mit schwarzer Rieselung. Armschwingen in Anlehnung an die Mantelfarbe. Bauch und Schenkel graubraun.

 

Augenfarbe orangerot.

 

Lauffarbe fleischfarbig mit dunklem Anflug, insbesondere bei der Henne.

Grobe Fehler:
Hahn: Gelb oder bräunlich durchsetzte Brust; viel zu helle oder zu braune Halsfarbe; zu wenig Goldrot auf Flügeldecken; fehlende Sperberung; viel weiss in Schwingen und Schwanz; Schilf.
Henne: Fehlen des braunen Farbtons, der Rieselung sowie Sperberung im Mantelgefieder; zu helle Brustfarbe; deutliche Säumung (Flitter) im Mantelgefieder; Schilf


 

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